Gedanken zur Sucht

Jeder Mensch wird durch die Geburt aus der ‚ozeanischen‘ Geborgenheit des Uterus in ein Getrenntsein hinein geboren. Das Gefühl des Getrenntseins führt zu einem seelischen Schmerz. Der ist im Alltag so ‚tief‘ und verborgen, dass er sich in aller Regel dem Bewusstsein entzieht. Nur in Trennungssituationen wird er – manchmal sehr heftig – aktualisiert.

Die Vermeidung des Schmerzes auf der einen Seite und das Sehnen nach dem Gefühl der ozeanischen Geborgenheit auf der anderen haben eine immense Wirkung auf unsere Motivationen, ich glaube, dass sehr vieles, was Menschen im Leben tun, durch diese Grundmotivation angetrieben wird. Der (unbewusste) Wunsch nach der ozeanischen Geborgenheit führt zu einer Suche nach diesem umfassenden Gefühl, das keinen Namen und keine Gestalt hat.

In sofern halte ich die Ableitung des Wortes ‚Sucht‘ von Suche für absolut zutreffend.

Ihr und Euer Ted

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