In der Gummizelle des Multiversums

Im multidimensionalen Nicht-Endlichen gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Leben.

Die vielen Lebensformen sind sich manchmal nicht grün, haben aber aufgrund des unendlichen viel-dimensionalen Raums genug Möglichkeiten, in der ihnen eigenen Art zu leben.
Eine Lebensform allerdings kann sich bis heute nicht damit abfinden – sie zerstören einfach alles, was sich in ihrer Nähe befindet, selbst wenn dadurch ihre eigenen Lebensgrundlagen zugrunde gehen. Das haben wir anderen Lebensformen Äonen lang toleriert, bis wir uns dazu entschlossen, diesen Wesen eine Lektion zu erteilen:

Wir sperrten sie in der Gummizelle des Multiversums ein, gaben ihnen einen wunderschönen, wenn auch winzigen Planeten und nahmen ihnen die Fähigkeit, mehr als vier Dimensionen wahrzunehmen. Sie waren – und sind – somit an die Raumzeit gefesselt, die drei Raumdimensionen und die der Zeit. Mehr Dimensionen gibt es für sie nicht. Die Raumzeit schreibt ihnen vor, sich mit Unter-Lichtgeschwindigkeit fortzubewegen, falls sie jemals dazu in der Lage sein sollten. Sie akzeptieren dies und nennen es Naturgesetz. So können die keine nennenswerten Entfernungen mehr zurücklegen und keinen weiteren Schaden außerhalb ihres kleinen Systems anrichten.

Der Planet war gut gewählt. Er hat alle Voraussetzungen für ein wirklich gutes Leben. Und er hat die Eigenschaft, auch schwerste Zerstörungen im Laufe weniger Jahrtausende nach der sogenannten Zivilisation selbst zu heilen.

Diejenigen, die sich an die Folgen der selbst verursachten Veränderungen anpassen konnten, haben das Wissen um die Zerstörungsgefahr leider nach wenigen hundert Generationen verloren, fingen wieder an mit ihrer maßlosen Ausbeutung und mussten weiterhin in der Gummizelle des Multiverums bleiben.

Bis heute.
Ein Glück!

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