Öffentliche Antwort an Herrn Kulke

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Das Spiel mit den Krankheiten im Kampf gegen die Gentechnik
im Blog Donner und Doria von Ulli Kulke

Guten Tag Herr Kulke,

meine Meinung zu Ihrem Artikel:

1. „Ist dies also ein Beweis dafür, dass Gentechnik doch krank macht, wofür die Wissenschaft ja bislang keinerlei belastbare Belege fand? Nein. Genau das ist es nicht. “
Das Herbizid, das reichlich über die Äcker gesprüht wird, macht die Menschen in den anliegenden Dörfern in Argentinien krank.
Und: Die Erkrankungen durch ROUNDUP hätten “mit der Gentechnik erst mal nichts zu tun.”

Hallo? Erst mal? Es geht ja wohl um die Erkrankungen, die durch das reichliche Versprähen von Glyphosat verursacht wurden (auch die des Piloten), welches über Pflanzen gesprüht wurde, die mit Genmanipulation glyphosat-resistent gemacht wurden (und auf die Monsanto ein Patent besitzt). Hat nichts miteinander zu tun?

Und: „Nicht der genetische Eingriff der Saatgutkonzerne ins Erbgut ist es, der in Argentinien Krankheiten verursacht…” Doch! Denn dieser macht ohne ROUNDUP keinen Sinn. Beides gehört unmittelbar zusammen – „sondern wenn, dann das Herbizid, das die Pflanze toleriert.” Sie versuchen etwas zu trennen, das unmittelbar zusammen gehört. Ich frage Sie, warum?

2. Und gleich der zweite zynische Teilsatz: „dass seine Techniker in die Pflanze eine Herbizid-Toleranz eingebaut haben, die womöglich größer ist als die Toleranz der Menschen in der Umgebung. Das aber hat erstens nichts wesensmäßiges mit der Gentechnik zu tun.”
Die Intoleranz der Menschen in der Umgebung äußert sich durch schwere Krankheiten!

3. In den letzten Jahren wird beobachtet, dass es immer mehr Pflanzen gibt, die Glyphosat-resistent sind. Es sind deswegen schon Äcker aufgegeben worden. Es wird berichtet, dass die Bauern aus diesem Gunde mehr ROUNDUP versprühen. Es ist ihre einzige Möglichkeit, ihre Ernte zu retten. Vor dem Hintergrund ist Ihr Teil-Satz „Dass die Bauern – und auch die gefährdeten Anwohner selbst – unsachgemäß und allzu großzügig mit den Giften umgehen, wie es auch in der Reportage geschildert wird,… “ schlichtweg zynisch.

4. „Wenn man dem Saatgutkonzern Monsanto überhaupt etwas vorwerfen kann…” dann ist es Irreführung von Landwirten, manipulierte Studien, die als wissenschaftlich veröffentlicht werden, Lobbyarbeit, aggressive Werbung, alles weltweit in ganz großem Stil.

Informieren Sie sich bitte auch über das im Zusammenhang mit Glyphosat bekannt gewordene Bienensterben. Informieren Sie sich nicht nur bei Monsanto und der Agrarindustrie!

Dass ihr Artikel voller Unwissenheit ist und Sie diese durch als Fakt verkaufte Meinung ersetzen, ist schlichtweg nicht zu verzeihen.

2012 wurden laut Transparency Market Research 718.000 Tonnen Glyphosat verkauft.

Ihr Ted Arnhold

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